17.06.2011 Mainz

„Grünes“ Schaufenster für Naturhistorisches Museum Mainz

Solarfassade mit SCHOTT „ASI“ Modulen in Betrieb genommen | Entspiegeltes „Amiran“ für besseren Durchblick | Ausbau als „Zentrum für ökologische Bildung“

Nach zwei Jahren des Umbaus und der energetischen Sanierung wurde jetzt der Erweiterungsbau des Naturhistorischen Museums in Mainz von der Gebäudewirtschaft Mainz (GWM) offiziell an die Museumsleitung übergeben. Architektonischer Blickfang des auf Bio- und Geowissenschaften spezialisierten Museums im Zentrum der Stadt ist eine neue Solarfassade, die Strom produziert und gleichzeitig für eine Verschattung des Innenbereichs sorgt.

Der imponierende gläserne Vorbau bietet künftig neben einem Café zusätzliche Ausstellungsfläche. Die neue Fassade solle ein „Schaufenster der Wissenschaft“ sein, so der Leiter des Museums, Dr. Michael Schmitz. Konzeptionell sei geplant, das Museum zu einem Umweltmuseum und Zentrum für ökologische Bildung auszubauen.

Erste Schritte auf dem Weg dorthin stellen zum einen die Verglasung mit rund 70 Quadratmeter entspiegeltem „Amiran“ Glas von SCHOTT im unteren Fassadenbereich dar, die Passanten eine ungestörte Durchsicht ermöglicht. Zum anderen wurde der Anbau an den ehemaligen Klosterkomplexes mit einer Fassade aus „ASI Thru“ Solarmodulen von SCHOTT ausgestattet. Diese überzeugt sowohl ästhetisch durch ihre Transparenz als auch durch ihre Energiebilanz.

Verbaut wurden insgesamt 269 Module auf einer Fläche von 271 Quadratmetern. Davon sind rund 200 Quadratmeter „aktiv“, das heißt Strom erzeugend. Die Gesamtleistung der Anlage beträgt 9,5 Kilowattpeak (kWp); dieser Wert gibt die Leistung an, die ein Solarmodul bei voller Sonnenbestrahlung bei definierten Testbedingungen erreicht. Der geschätzte Stromertrag der aktiven Modulfläche wird mit etwa 6.000 Kilowattstunden pro Jahr beziffert; dies entspricht etwa dem jährlichen Stromverbrauch von zwei 3-Personen-Haushalten.

„Das Naturhistorische Museum zeigt, dass eine energetische Sanierung sowohl unter Umwelt-, als auch Kostenaspekten Sinn macht. Innovative Solararchitektur eröffnet auch historischen Gebäuden interessante Optionen, wie das erste „grüne“ und mittlerweile über hundert Jahre alte Museum der Stadt Mainz dokumentiert“, erklärte Prof. Dr.-Ing. Udo Ungeheuer, Vorsitzender des Vorstands der SCHOTT AG, anlässlich der Inbetriebnahme der Solarfassade.

Die im oberen Bereich der Fassade eingesetzten halbdurchsichtigen Solarmodule bestehen aus einer Glasscheibe, die dünn mit amorphem Silicium beschichtet ist. In dieser Halbleiterschicht setzt das Sonnenlicht Elektronen frei. Als zweite Komponenten dient ein Wärmedämm-Isolierglas zur Stabilisierung.

„ASI Thru“ Module erzeugen nicht nur Strom, sondern lassen auch einen Teil des Tageslichts einfallen. Dadurch spenden sie Schatten und sorgen für eine angenehme Klimatisierung im Innenraum. Der Energiedurchlassgrad beträgt nur 10 Prozent, d.h. nur 10 Prozent der Sonnenenergie kommen ins Innere des Gebäudes. Anders im Winter, wo die besondere Beschichtung selektiert zwischen kurzwelliger Sonnenstrahlung und langwelliger Wärmestrahlung. So erreichen photovoltaische „ASI Thru“ Isoliergläser vergleichbar niedrige Wärmedämmwerte wie hochwertige konventionelle Isoliergläser. Damit eignen sie sich für großflächige Verglasungen ohne Komforteinbußen im Winter – sowohl bei energetischen Sanierungen von historischen Gebäuden und Altbauten als auch für Neubauprojekte.

Für die sog. „Pfosten-Riegel-Fassade“ des Naturhistorischen Museums wurde von Sapa, Ratingen, ein spezielles Profil entwickelt mit einem in dem Profil integrierten Kabelaufnahme und –führung. Rein äußerlich unterscheidet sich das sehr filigrane Profil nicht von anderen handelsüblichen Pfosten-Riegel-Konstruktionen.

 

SCHOTT ist ein internationaler Technologiekonzern mit mehr als 125 Jahren Erfahrung auf den Gebieten Spezialglas, Spezialwerkstoffe und Spitzentechnologien. Mit vielen seiner Produkte ist SCHOTT weltweit führend. Hauptmärkte sind die Branchen Hausgeräteindustrie, Solarenergie, Pharmazie, Elektronik, Optik, Transportation und Architektur. Das Unternehmen hat den klaren Anspruch, mit hochwertigen Produkten und intelligenten Lösungen zum Erfolg seiner Kunden beizutragen und SCHOTT zu einem wichtigen Bestandteil im Leben jedes Menschen zu machen. SCHOTT bekennt sich zum nachhaltigen Wirtschaften und setzt sich bewusst für Mitarbeiter, Gesellschaft und Umwelt ein. In über 40 Ländern ist der SCHOTT Konzern mit Produktions- und Vertriebsstätten kundennah vertreten. Rund 17.500 Mitarbeiter erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2009/2010 einen Weltumsatz von rund 2,9 Milliarden Euro. Die SCHOTT AG mit Hauptsitz in Mainz ist ein Unternehmen der Carl-Zeiss-Stiftung.

Weitere Infos:

SCHOTT AG
Klaus Bernhard Hofmann
Leiter Corporate Public Relations
Hattenbergstraße 10
55122 Mainz
Germany
tel. +49 6131/66-3662
fax +49 3641/2888-9140
klaus-bernhard.hofmann@schott.com

SCHOTT AG
Chistine Fuhr
PR-Manager
Hattenbergstraße 10
55122 Mainz
tel. +49 (0)6131/66-4550
fax +49 (0)3641/2888-9141
christine.fuhr@schott.com

Dateien:
Architektonischer Blickfang des neuen Anbaus des Naturhistorischen Museums Mainz ist eine 271 Quadratmeter große Solarfassade mit "ASI Thru" Solarmodulen von SCHOTT. Diese produzieren Strom und lassen auch einen Teil des Tageslichts einfallen: Dadurch spenden sie Schatten und sorgen für eine angenehme Klimatisierung des Innenraums. Foto: SCHOTT (JPG, 1915KB)
Als Erinnerung an die Übergabe des Erweiterungsbaus und die Inbetriebnahme der Solarfassade übergab Prof. Dr.-Ing. Udo Ungeheuer (2. von links), Vorsitzender des Vorstandes der SCHOTT AG, ein Solarmodul an den Direktor des Naturhistorischen Museums Mainz, Dr. Michael Schmitz (2. von rechts). Links im Bild Oberbürgermeister der Stadt Mainz, Jens Beutel, rechts Bau- und Kulturdezernentin Marianne Grosse. Foto: SCHOTT (JPG, 1089KB)
Anlässlich der Übergabe des gläsernen Erweiterungsbaus des Naturhistorischen Museums Mainz nahm Prof. Dr.-Ing. Udo Ungeheuer (Mitte), Vorsitzender des Vorstandes der SCHOTT AG, die neue Solarfassade mit "ASI Thru" Solarmodulen von SCHOTT in Betrieb. Der geschätzte Stromertrag der Anlage liegt bei etwa 6000 Kilowattstunden pro Jahr. Von links: Dr. Michael Schmitz, Direktor des Naturhistorischen Museums Mainz, Oberbürgermeister der Stadt Mainz, Jens Beutel, Kultur- und Baudezernentin Marianne Grosse sowie das Vorstandsmitglied der Stadtwerke Mainz, Detlev Höhne. Foto: SCHOTT (JPG, 1426KB)

Ihr Ansprechpartner: Christina Rettig
E-Mail: Christina.Rettig@schott.com

Vier Schritte - zu Ihrer Solaranlage

54 Jahre Erfahrung - Unsere Historie

Konzentrierte Sonnenkraft - Unsere Solarkraftwerke

Für Sonnenanbeter - Alles über Solarenergie