Architekten können mit gebäudeintegriertem Solarglas Funktion und Ästhetik sehr gut kombinieren, denn die in Fassade oder im Dach integrierten Glasflächen – von opak bis semitransparent – sind hervorragende Gestaltungselemente. Im Gebäudebereich finden die SCHOTT ASI GLAS™ Module verschiedenste Anwendungsmöglichkeiten, sei es als transparente Fassadenverglasung, als Isolier-Dachverglasung oder als hinterlüftete Kaltfassade.
Technische Daten:
Projektdaten:
ASITHRU® Color:
Auf Basis der Produktreihe ASITHRU® von SCHOTT Solar wurde durch das CISol-Zentrum für Solarforschung ETSAV der Politechnischen Universität von Katalonien (UPC), ein neuartiges Photovoltaikmodul entwickelt, bestehend aus der Kombination semitransparenter ASITHRU® Module mit SCHOTT-IMERA® Farbglas im Isolierglasverbund. Resultat ist ASITHRU® Color, ein attraktives, farbig-transparentes Solarmodul, welches im Bereich der Fotovoltaik ein neues Spektrum der architektonischen Integration eröffnet. Zusätzlich verbessert das eingesetzte Farbglas die Sonnen- und Blendschutzeigenschaften des Elementes.
Fassadenkonzept:
Die Kombination von Photovoltaikmodulen im oberen Fassadenabschnitt und Farbisolierglaselementen mit Siebdruck im unteren Bereich resultiert aus einer Studie der Besonnungssituation der süd-westorientierten Fassade. Das gewählte Siebdruck-Design kombiniert Sonnenschutzeigenschaften mit attraktiven Licht- und Schatteneffekten im Inneren des Gebäudes. Fassadenöffnungen erlauben eine natürliche Belüftung unter Ausnutzung des Kamineffektes.
Gesamtkonzept:
Fassadenelemente, Fassadensystem, neuer Foyerbereich und Öffnungsmöglichkeiten wurden optimiert bezüglich Sonnenschutz, natürlicher Lüftung und Funktionalität. Dazu wurden eine thermische Gebäudesimulation und Temperaturmessungen am Gebäude durchgeführt. Der Gesamtenergiebedarf für Heizung und Kühlung des Gebäudes soll durch die neue Fassade um 8 % reduziert, bisherige sommerliche Überhitzungsprobleme gelöst werden. Jährlich sollen ca. 1,43 MWh Solarstrom produziert und in das Stromnetz eingespeist werden. Insgesamt wird dadurch ein Ausstoss von ca. 5,6 t CO2 im Jahr vermieden. Eine langfristige Begleitung und Monitoring durch CISol soll die wissenschaftlichen Ergebnisse des Projektes sichern.
Projektdaten:
Ellipsenförmiges Glasdach:
Wie elegant man semitransparente Photovoltaik Elemente in die Architektur einbeziehen kann, zeigt das ellipsenförmige Glasdach über der dreigeschossigen Pausenhalle der neuen Grundschule an der Markgrafenstraße in München-Trudering. Durchsichtige Isolierglaselemente wechseln sich hier ab mit insgesamt 40 teiltransparenten Isolierglasmodulen Modulen vom Typ ASITHRU® die zusammen 2,1 Kilowatt leisten.
Die Rohmodule wurden von den Glaswerken Arnold in den Isolierglasverbund eingebaut, der durch eine Verbundsicherheitsglasscheibe (VSG) für die Überkopfverglasung geeignet ist. Dass die Module fast federleicht wie Wolken am gläsernen Himmel wirken, liegt nicht nur an ihrer Transparenz, sondern auch an der freitragenden Unterkonstruktion der Metallbaufirma Brandl aus Eitensheim bei Ingolstadt.
Die Flachstähle, auf denen die Gläser aufliegen, sind von Scheibe zu Scheibe leicht abgewinkelt, so dass sich die gesamte Konstruktion krümmt wie eine Hängematte. Dadurch kann sie das Gewicht der Gläser ohne zusätzliche Stützelemente tragen; die Zugkräfte nimmt ein umlaufender Druckring aus Stahl auf, dessen Durchmesser an der weitesten Stelle fast 14 Meter beträgt. Der Mehraufwand für die Dünnschichtmodule rechnet sich: Zum einen ersparen sie eine Verschattungsanlage, zum anderen erwirtschaften sie Einnahmen durch die Vergütung für Solarstrom. Unterm Strich bleibt gegenüber einem Glasdach mit Außenjalousie ein finanzielles Plus. Vom ästhetischen Mehrwert ganz zu schweigen.
1993:
1993 wurde im Rahmen eines Demonstrationsprojektes am Bayerischen Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz eine Solarfassade auf Basis der SCHOTT ASI® Technologie installiert.
2003:
Nach einer Totalsanierung der Gebäudehülle strahlt das Gebäude in neuem Glanz dabei sind die SCHOTT ASI® Glas Module an ihrem Platz geblieben.